Sunday, 3. january 2010 7 03 /01 /Jan. /2010 02:54

 

21.12.2009

 

When I let go of the tension I fall into my body.

(Mein Leben ist oft englisch-deutsch, und Übersetzungen ins Deutsche passen häufig besser nach Gefühl. In diesem Fall ist meine deutschsprachige Variante für das Gefühl, was mit dem englischsprachigen Erlebnis kam:

Wenn ich die Anspannung schmelzen lasse, sinke ich in meinen Körper.)

 

Vielleicht habe ich das noch nie so deutlich gefühlt,... und dass sich das dabei auch noch so gut angefühlt hat. Ich habe erst gezögert, dass so aufzuschreiben, aber ich bin damit sehr, sehr glücklich: When I let go of the tension I fall into my body.

Ich hatte immer (immer wieder) solche Angst, dass wenn ich die Anspannung loslasse, ich aus meinem Körper raus zu meiner Seele hin gehen würde; wie an einem Gummiseil, dass einen zurückzieht, wenn man sich nicht mehr festhält oder anstrengt hier zu bleiben (Leben war immer anstrengend). Und wenn ich die Anspannung jetzt „auf einmal“ losließe, hätte ich nichts mehr, was mich hier halten würde. – Nun dreht sich das Bild um, ganz von selbst.

Meine Art ist, mir zu erlauben, hier zu sein. Mir, damit meine ich: Ich, mit all dem Wunderbaren von mir, was ich so lange zurückgehalten hatte und dachte, dass das hier auf der Erde nicht ginge. Ich hatte auch (immer wieder) Angst, dass, wenn ich das einbrächte, es geklaut würde oder kaputt ginge. Ich hatte auch oft Angst, mir würde es so gehen, wenn ich mich wirklich auf das irdische Leben einließe. ... Uffz!

 

Das ist ein schönes Gefühl: Wenn ich die Anspannung loslasse, falle ich in meinen Körper. ... (fallen-sinken-ankommen) ... Es geht mit der Wahrnehmung einher, dass meine Anwesenheit mein Leben verändert: Wenn Ich da bin, wird alles gut.

 

Nachwort:

Wenn ich da bin, wird alles gut, ist alles gut. – Das kann innerhalb von Sekunden, innerhalb eines Atemzuges eine ganze Situation verändern. Und es geschieht auch, wenn ich mein Leben insgesamt betrachte, immer mehr.

Dass meine Anwesenheit mein Leben verändert. – Ein sehr prägnantes Erlebnis dazu hatte ich im Sommer 2008, als ich (vielleicht) das erste Mal so deutlich wahrgenommen habe: Wenn Ich anwesend bin, wenn Ich hereinkomme – zur Erklärung könnte ich es auch nennen: wenn ich mich von meiner Seele halten lasse, wenn ich meine Seele mehr in mein Leben hineinlasse – dann ist alles okay. Dann erlebe ich die Wirksamkeit meiner Selbst in meinem Leben (meiner Göttlichkeit, meiner Meisterschaft, erlebe ich, wer ich wirklich bin ... die Bezeichnung dafür ist nicht so wichtig, wir – jeder Einzelne – sind einfach so viel mehr).

Ich habe das damals das Schöpfer-Moment genannt, diese Erlebnis-Erkenntnis: Ich bin SchöpferIn all meiner Erlebnisse, wenn ich hereinkomme (ich kann das richtig körperlich fühlen, dieses Im-Körper-anwesend-Werden), auf diese Weise arrangiert sich alles (die Situation, in der ich bin, mein Leben) so, dass es Mir entspricht, so, dass es mir gut geht. Alles wird/ist okay.

Seitdem hatte ich oft einzelne Situationen erlebt, in denen ich angespannt war und mich dann erinnert habe (nicht vom Verstand her, das funktioniert nicht so gut, sondern von selbst): Wenn ich anwesend bin, wird/ist alles gut. Und ich habe mich auch erinnert, wie sich das angefühlt hat, habe die Anspannung sinken lassen, das ist, wie wenn man eine Tür öffnet: Ich öffne meine Tür mir selbst. Ich werde (mehr) anwesend in meinem Leben. Und das verändert die Situation; Angst, Anspannung beginnt sich aufzulösen, du kannst dich geborgen fühlen nachts auf offener Landstraße, und du bist es auch. Ein unangenehmes Erlebnis wird zu einem angenehmen. Nicht dass dann die Spinne an der Wand auf einmal Jubelstürme bei mir auslöste, aber dass ich mich damit nicht so unwohl fühle und sie einfach raussetzen kann, ohne Krampf, das ist toll! Ich kann mir Gemütlicheres vorstellen als abends in Regen und Dunkelheit mit dem Rad nachhause zu fahren. Die Veränderung, dass ich mich damit okay fühle (Ich muss nicht mal darüber nachdenken.), dass ich die Anspannung sich sinken lassen kann und mich geborgen fühle, das ist toll! Das ist ein sehr schönes Erlebnis!

 

Manchmal ist da, aus Gewohnheit, die Tendenz, etwas tun zu müssen. Man fängt dann an, dieses Hereinkommen (Ich komme in mein Leben herein) zu machen bzw. benutzt viel zu viel Anstrengung (damit es auch funktioniert). Das funktioniert aber nicht so gut (Anspannung lässt Mauern wachsen), einfach Anspannung sich lösen lassen, wahrnehmen, fühlen, dass es so ist: Wenn ich hereinkomme – Anspannung schmelzend öffne ich mir die Tür – ist alles okay.

Wow!

Das tut gut!

 

* * * *

 

Manchmal meldet sich, wenn man so was hört (oder liest) der Verstand und sagt: Ja toll, aber wer sagt dir, dass das auch wirklich so ist? Du kannst es vielleicht fühlen, aber...

Das Ding ist, der Verstand kann es nicht fühlen, und es gibt keinen objektiven Beweis, der ihn jetzt sofort überzeugt, keinen Garantieschein, kein Abschlusszertifikat.

Bis ich es nicht selbst erlebt habe, scheint es vielleicht nur wie eine nette Geschichte. Oder ich zweifle einfach, ob das möglich ist.
Zweifel kann tückisch sein. Ich gerate dann in Zweifel, wenn ich mich nicht wirklich fühle, sondern im Verstand sitze, die Gedanken drehen sich im Kreis, und ich sehe nur einen ganz kleinen Teil von mir.

Das Gute ist, auch der Zweifel muss nicht ewig zweifeln, und je mehr ich mich ankommen lasse bei mir – einfach weil mir das gut tut –, kommt auch der Zweifel nachhause.

 

Wenn Ich da bin – oder auch wenn ich mich von meiner Seele halten lasse (was letztendlich dasselbe ist) –, ist alles okay.

 


von Karoline
Kommentare (0)ansehen
Thursday, 17. december 2009 4 17 /12 /Dez. /2009 22:22

 

spontan zwischendurch:

"Dass du das immer gleich so fühlst...", sagte gestern eine Freundin zu mir am Telefon. - Ja, ich fühle mehr als früher (und ich kann damit, dass ich intuitiv wahrnehme, und mit dem, was ich wahrnehme für mich besser umgehen als früher).
Warum? Weil ich "aufwache". Ich erinnere mich, ich nehme Stück für Stück mehr von mir wahr.
Und warum? Weil ich es gewählt habe, weil ich es liebe, weil es mir gut tut, weil es mir Freude macht.

Je freier ich meinen Atem fließen lasse, umso mehr habe ich davon. 

 


von Karoline
Kommentare (0)ansehen
Friday, 11. december 2009 5 11 /12 /Dez. /2009 22:00

 

Siehst du, wie "egal" es ist, was du tust? Wenn es für dich wichtig ist, ist es wichtig!


Ich bemerke immer wieder Anteile, die hochkommen, die gewohnt sind zu vergleichen, die Angst haben zu kurz zu kommen, zu spät zu kommen, es nicht hinzukriegen.... Da tut es mir gut, meine Seele wahrzunehmen und zu fühlen, dass es okay ist, mich so sehr nach mir selbst zu richten, mir zu erlauben, Ich zu sein.
Ich, so wie ich es fühlen kann, wenn ich meine Essenz wahrnehme und bin, und ich, so wie ich jetzt in diesem Moment bin, während ich wachse; mit all dem, was nachhause will, noch nicht da ist, kommt...
Es ist okay anzukommen (Ich darf ankommmen.), und es ist okay auf dem Weg zu sein (Ich darf da sein, wo ich jetzt "erst" bin.).

Es ist okay auf dem Weg zu sein. - Da ist viel Anspannung, die sich lösen möchte, und es tut mir gut, dem nachzugeben.
Es ist okay anzukommen. - Ich wollte immer so sehr Ich sein! Schon als Kind, habe ich nie gerne Verkleiden gespielt (außer es war besonders perfekt, das kompensierte das Unwohlsein). Ich wollte immer endlich nicht mehr verkleidet sein! So hat sich das für mich angefühlt hier als Mensch auf der Erde.

Und jetzt bin ich dabei, mir zu erlauben, Ich zu sein.... Wow! Das berührt echt viel! Alles!

....Und aus meiner Mitte bin ich ganz froh.


von Karoline
Kommentare (0)ansehen
Wednesday, 25. november 2009 3 25 /11 /Nov. /2009 18:00

 

Absichtlich mit meiner Seele gemeinsam. - Bisher habe ich das immer nur genutzt, mir zugute kommen lassen, wenn ich mich retten musste (so kommt es mir gerade vor). Nicht wirklich einfach nur so. ... Doch, auch, aber nicht grundsätzlich. Ich bin immer wieder rausgefallen,..... als dürfte ich es nicht; nicht wirklich. Dabei „weiß“ ich ganz genau, dass ich das darf. Da ist dieses Ja in meiner Mitte, ohne Frage. Da sind gar nicht so viele Worte. Da ist etwas, was mich noch nie verurteilt hat. Und obwohl ich schon lange davon weiß und dem sogar Worte verleihen kann, von denen ich fühle, dass sie wahr sind, für mich, einfach stimmig – also, ich denke mir das in dem Moment nicht aus – habe ich in den letzten Tagen bemerkt, vielleicht wie noch nie, dass ich das Meiste, was ich wahrgenommen habe ("von weit draußen" oder da war einfach eine Resonanz in meinem Inneren, die das bejahte), dass ich das Meiste davon sofort an meinen Verstand weitergeleitet habe. Und mein fühlendes Ich habe ich dabei ausgespart. ... Wohl nicht immer, aber ich habe das einfach noch nie so deutlich bemerkt.

Bildlich sah das aus wie eine Linie von dem, was ich wahrnehme direkt zu meinem Verstand, vorbei an meinem fühlenden Ich, dem Anteil von mir, der atmen möchte und teilhaben. Ich möchte das! Wenn ich atme fühle ich (wacht mein Fühl-Ich auf, beginnt es, mehr teilzunehmen und lebendiger in meinem Leben zu sein), wenn ich mir erlaube zu fühlen, wie mein Fühl-Ich es kann, atme ich .... ganz von selbst. Das ist wunderschön!

Obwohl ich diesen „inneren Kompass“, wie ich es nannte – den ich wieder entdeckte als ich vor zehn Jahren „Gespräche mit Gott“ (N.D.Walsch) las, oder passender, der mir in dieser Zeit begann bewusst zu werden –, obwohl ich den schon aus meiner Kindheit kenne – das ist ulkig, ich erinnere ihn aus meiner Kindheit, obwohl er mir damals nicht bewusst war –, habe ich seit kurzem den Eindruck, das ich nie wirklich gefühlt habe,....... nein, das stimmt nicht ganz: Da ist dieser fühlende Anteil von mir, zu dem ich nie wirklich Ja gesagt habe. Immer mal zwischendurch, ja, um mich zu retten. Dann „musste“ ich ja. Und dann habe ich einiges hinbekommen, was mit dem Verstand schon gar nicht mehr geklappt hätte, viel zu wenig Zeit, um überhaupt noch denken zu können.
Mein Umzug vor ein paar Jahren war so ein Fall (danach habe ich dann bewusst begonnen, sanfter zu atmen). Drei Tage bevor die Nachmieterin einziehen würde, wusste ich noch nicht mal, wohin mit mir und meinen Sachen. Ich hatte gerade die panikvollsten Wochen hinter mir, die ich wohl seit Geburt erlebt hatte (Angst ohne Atem ist wirklich nicht witzig!), und dann war der Druck so groß, mir blieb nichts anderes als dieser innere Kompass, .... und dann hatte ich alle Unterstützung, die ich brauchte. Besser als ich es mir in diesem Moment hätte ausdenken können. Wie maßgeschneidert. Es war hart, viel härter als was ich seitdem erlebt habe, aber es hat funktioniert. Ich war nicht allein.

[Anmerkung, 10.11.2011: Es ist das innere sich selbst nicht allein zu lassen, was sich dann im äußeren nicht allein sein spiegelt.]


Seitdem hat sich in meinem Leben so einiges verändert. Ich habe begonnen, meine eigene Arbeit entstehen zu lassen. Und das ist wirklich toll, denn die kann ich nur „machen“, wenn ich Liebe meiner Seele annehme und mich halten lasse. Ansonsten wäre da keine wirkliche Substanz, auf die ich bauen könnte. Ich weiß zwar eine ganze Menge, und natürlich könnte ich auch einfach darüber referieren, aber das ist es nicht. Dann fehlt die atmende Mitte, das wodurch es zu dem wird, was ich meine. Das erfüllt mich, und ich kann das auch an den Reaktionen der Leute sehen, die mit mir in Kontakt kommen. Anfang letzten Monats habe ich einen Vortrag über meine Arbeit gehalten und Schnupper-Einzelsitzungen gegeben auf einem Tag der offenen Tür eines Seminarhauses in meiner Nähe, zu dem ich eingeladen worden war. Das war ein Tag voll wundervoller Erfahrungen für mich!
Natürlich hatte ich mich vorbereitet, aber nicht wie auf eine Klassenarbeit. Ich hatte mich hingesetzt und mit meinem Vortrag, diesem Tag und mit mir geatmet und mir einfach aufgeschrieben, was mir wichtig war. Ich hatte sehr wenige Punkte auf meinem Zettel. Und auch die habe ich mir letztendlich nicht mit dem Verstand „merken müssen“, sondern immer wenn ich damit atmete, entstand etwas mehr, was sich so gut anfühlte. Und damit bin ich dann in den Vortrag gegangen. - „Tue, was dich glücklich macht.“ stand noch vom Vorredner auf dem Flipchart. Das war ja eine wunderschöne Begrüßung und Einladung für mich!
Im Nachhinein fiel mir auf, dass wirklich alles im meinem Vortrag enthalten gewesen war, was mir wichtig gewesen war und ich manches erzählt und angeleitet hatte, dass ich mir im Detail nicht bewusst vorgenommen hatte. Es passte genau.
Und im Anschluss hat jemand zu mir gesagt, in meiner Gegenwart sei das mit dem Atmen ganz leicht. Ich habe mich :-) sehr gefreut!

Am Abend war ich etwas geflasht. Und in den nächsten drei Tagen brauchte ich viel Ruhe und Raum für mich. Zunächst hatte es mir etwas den Atem verschlagen, so viele alte Anteile sind aufgepoppt. Das Beste, was ich tun konnte war, ganz zärtlich mit mir zu sein.
Das Schöne an solchen Erfahrungen, auch im Nachhinein, ist, dass es leichter fällt, Alt und Neu klarer wahrzunehmen und zu bemerken, wie ich mit mir umgehe. Es ist manchmal erstaunlich, zumindest für den Verstand, dass ich mich nicht zwingen muss, bei dem Schönen zu bleiben, um es nicht zu verlieren. Letztere ist eine ziemlich harte, alte Angewohnheit und gar nicht angenehm. Ich muss gar nichts festhalten, krampfhaft aufrechterhalten oder versuchen, dahin zurückzugehen. Was mir gut getan hat war, einfach immer wieder noch etwas weicher, noch etwas langsamer, noch sanfter mit mir zu sein. Nichts dagegen unternehmen, nur weich werden.

Kann auf diese Art mein Leben funktionieren? Ist das nicht erstaunlich? Ja, für meinen Verstand ist das erstaunlich! Mehr als das, es ist unbegreiflich, er ist blind dafür! Er ist sehr anders als meine Seele. Ich könnte sagen, er kennt sie nicht. Aber ich! Und es ist erleichternd, dass er das nicht begreifen muss.

 

 

von Karoline
Kommentare (0)ansehen
Wednesday, 18. november 2009 3 18 /11 /Nov. /2009 22:36

 

Magst du einfach glücklich sein?
Ohne dass du Unglück erfahren musst,
um das Glück schätzen zu können?


Manchmal brauche ich wirklich viel Mut. Auch wenn ich die Antwort eigentlich schon lange weiß. Ich hab' sie noch nicht geatmet immer und überall.... Also, ganz behutsam....

 


von Karoline
Kommentare (0)ansehen
Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren