Wednesday, 25. november 2009 3 25 /11 /Nov. /2009 18:00

 

Absichtlich mit meiner Seele gemeinsam. - Bisher habe ich das immer nur genutzt, mir zugute kommen lassen, wenn ich mich retten musste (so kommt es mir gerade vor). Nicht wirklich einfach nur so. ... Doch, auch, aber nicht grundsätzlich. Ich bin immer wieder rausgefallen,..... als dürfte ich es nicht; nicht wirklich. Dabei „weiß“ ich ganz genau, dass ich das darf. Da ist dieses Ja in meiner Mitte, ohne Frage. Da sind gar nicht so viele Worte. Da ist etwas, was mich noch nie verurteilt hat. Und obwohl ich schon lange davon weiß und dem sogar Worte verleihen kann, von denen ich fühle, dass sie wahr sind, für mich, einfach stimmig – also, ich denke mir das in dem Moment nicht aus – habe ich in den letzten Tagen bemerkt, vielleicht wie noch nie, dass ich das Meiste, was ich wahrgenommen habe ("von weit draußen" oder da war einfach eine Resonanz in meinem Inneren, die das bejahte), dass ich das Meiste davon sofort an meinen Verstand weitergeleitet habe. Und mein fühlendes Ich habe ich dabei ausgespart. ... Wohl nicht immer, aber ich habe das einfach noch nie so deutlich bemerkt.

Bildlich sah das aus wie eine Linie von dem, was ich wahrnehme direkt zu meinem Verstand, vorbei an meinem fühlenden Ich, dem Anteil von mir, der atmen möchte und teilhaben. Ich möchte das! Wenn ich atme fühle ich (wacht mein Fühl-Ich auf, beginnt es, mehr teilzunehmen und lebendiger in meinem Leben zu sein), wenn ich mir erlaube zu fühlen, wie mein Fühl-Ich es kann, atme ich .... ganz von selbst. Das ist wunderschön!

Obwohl ich diesen „inneren Kompass“, wie ich es nannte – den ich wieder entdeckte als ich vor zehn Jahren „Gespräche mit Gott“ (N.D.Walsch) las, oder passender, der mir in dieser Zeit begann bewusst zu werden –, obwohl ich den schon aus meiner Kindheit kenne – das ist ulkig, ich erinnere ihn aus meiner Kindheit, obwohl er mir damals nicht bewusst war –, habe ich seit kurzem den Eindruck, das ich nie wirklich gefühlt habe,....... nein, das stimmt nicht ganz: Da ist dieser fühlende Anteil von mir, zu dem ich nie wirklich Ja gesagt habe. Immer mal zwischendurch, ja, um mich zu retten. Dann „musste“ ich ja. Und dann habe ich einiges hinbekommen, was mit dem Verstand schon gar nicht mehr geklappt hätte, viel zu wenig Zeit, um überhaupt noch denken zu können.
Mein Umzug vor ein paar Jahren war so ein Fall (danach habe ich dann bewusst begonnen, sanfter zu atmen). Drei Tage bevor die Nachmieterin einziehen würde, wusste ich noch nicht mal, wohin mit mir und meinen Sachen. Ich hatte gerade die panikvollsten Wochen hinter mir, die ich wohl seit Geburt erlebt hatte (Angst ohne Atem ist wirklich nicht witzig!), und dann war der Druck so groß, mir blieb nichts anderes als dieser innere Kompass, .... und dann hatte ich alle Unterstützung, die ich brauchte. Besser als ich es mir in diesem Moment hätte ausdenken können. Wie maßgeschneidert. Es war hart, viel härter als was ich seitdem erlebt habe, aber es hat funktioniert. Ich war nicht allein.

[Anmerkung, 10.11.2011: Es ist das innere sich selbst nicht allein zu lassen, was sich dann im äußeren nicht allein sein spiegelt.]


Seitdem hat sich in meinem Leben so einiges verändert. Ich habe begonnen, meine eigene Arbeit entstehen zu lassen. Und das ist wirklich toll, denn die kann ich nur „machen“, wenn ich Liebe meiner Seele annehme und mich halten lasse. Ansonsten wäre da keine wirkliche Substanz, auf die ich bauen könnte. Ich weiß zwar eine ganze Menge, und natürlich könnte ich auch einfach darüber referieren, aber das ist es nicht. Dann fehlt die atmende Mitte, das wodurch es zu dem wird, was ich meine. Das erfüllt mich, und ich kann das auch an den Reaktionen der Leute sehen, die mit mir in Kontakt kommen. Anfang letzten Monats habe ich einen Vortrag über meine Arbeit gehalten und Schnupper-Einzelsitzungen gegeben auf einem Tag der offenen Tür eines Seminarhauses in meiner Nähe, zu dem ich eingeladen worden war. Das war ein Tag voll wundervoller Erfahrungen für mich!
Natürlich hatte ich mich vorbereitet, aber nicht wie auf eine Klassenarbeit. Ich hatte mich hingesetzt und mit meinem Vortrag, diesem Tag und mit mir geatmet und mir einfach aufgeschrieben, was mir wichtig war. Ich hatte sehr wenige Punkte auf meinem Zettel. Und auch die habe ich mir letztendlich nicht mit dem Verstand „merken müssen“, sondern immer wenn ich damit atmete, entstand etwas mehr, was sich so gut anfühlte. Und damit bin ich dann in den Vortrag gegangen. - „Tue, was dich glücklich macht.“ stand noch vom Vorredner auf dem Flipchart. Das war ja eine wunderschöne Begrüßung und Einladung für mich!
Im Nachhinein fiel mir auf, dass wirklich alles im meinem Vortrag enthalten gewesen war, was mir wichtig gewesen war und ich manches erzählt und angeleitet hatte, dass ich mir im Detail nicht bewusst vorgenommen hatte. Es passte genau.
Und im Anschluss hat jemand zu mir gesagt, in meiner Gegenwart sei das mit dem Atmen ganz leicht. Ich habe mich :-) sehr gefreut!

Am Abend war ich etwas geflasht. Und in den nächsten drei Tagen brauchte ich viel Ruhe und Raum für mich. Zunächst hatte es mir etwas den Atem verschlagen, so viele alte Anteile sind aufgepoppt. Das Beste, was ich tun konnte war, ganz zärtlich mit mir zu sein.
Das Schöne an solchen Erfahrungen, auch im Nachhinein, ist, dass es leichter fällt, Alt und Neu klarer wahrzunehmen und zu bemerken, wie ich mit mir umgehe. Es ist manchmal erstaunlich, zumindest für den Verstand, dass ich mich nicht zwingen muss, bei dem Schönen zu bleiben, um es nicht zu verlieren. Letztere ist eine ziemlich harte, alte Angewohnheit und gar nicht angenehm. Ich muss gar nichts festhalten, krampfhaft aufrechterhalten oder versuchen, dahin zurückzugehen. Was mir gut getan hat war, einfach immer wieder noch etwas weicher, noch etwas langsamer, noch sanfter mit mir zu sein. Nichts dagegen unternehmen, nur weich werden.

Kann auf diese Art mein Leben funktionieren? Ist das nicht erstaunlich? Ja, für meinen Verstand ist das erstaunlich! Mehr als das, es ist unbegreiflich, er ist blind dafür! Er ist sehr anders als meine Seele. Ich könnte sagen, er kennt sie nicht. Aber ich! Und es ist erleichternd, dass er das nicht begreifen muss.

 

 

von Karoline
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Wednesday, 18. november 2009 3 18 /11 /Nov. /2009 22:36

 

Magst du einfach glücklich sein?
Ohne dass du Unglück erfahren musst,
um das Glück schätzen zu können?


Manchmal brauche ich wirklich viel Mut. Auch wenn ich die Antwort eigentlich schon lange weiß. Ich hab' sie noch nicht geatmet immer und überall.... Also, ganz behutsam....

 


von Karoline
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Wednesday, 18. november 2009 3 18 /11 /Nov. /2009 11:41

 

Man muss auch mal ausweinen. - Das war mir schon als Kind so deutlich. Einfach aufhören hilft nicht. Der Schmerz ist nämlich immer noch da.

(Aus-)Weinen dürfen, den Schmerz nicht (mehr) wegdrängen, ist etwas ganz Wichtiges für mich.

Besonders deutlich wird das, während wieder eine Welle von Gefühlen hereinschwappt; alte Verhaltensweisen und Gewohnheiten, mit denen ich in Kontakt komme, die sich heute gar nicht mehr stimmig anfühlen für mich, die ich aber sehr gut kenne; Anteile von mir, die ich nachhause kommen lassen kann.
Wenn ich mich darauf einlasse und Spannung sich löst, "muss" ich manchmal weinen. Mal fließen mehr Tränen, mal weniger, mal länger, mal kürzer. Das ist ganz unterschiedlich. Entscheidend ist, den Schmerz sich lösen zu lassen, anstelle in den Tränen unterzugehen. Wenn ich nicht hineingehe (im Schmerz versinken) und auch nicht davonlaufe (es nicht fühlen wollen), sondern einfach da bleibe und wahrnehme (auch den Anteil, der das vielleicht gar nicht fühlen will), beginnt mein Atem nach einer Weile von selbst (wieder) ruhiger und runder zu werden. Ein Stückchen mehr von mir ist auf dem Weg nachhause.

Mir tut es gut, dann ganz sanft zu sein, während ich etwas tue oder "nur" auf dem Bett sitze oder liege und atme. Dann kann ich gut zusammenschmelzen mit mir, ein Gefühl für das Fließenlassen bekommen, für den Fluss, der mich trägt, die Liebe meiner Seele annehmen und wieder ein Stückchen mehr Vollständigkeit erfahren.

 


von Karoline
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Thursday, 5. november 2009 4 05 /11 /Nov. /2009 10:37

 

Das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE) als Spiegel, ein Spiegel der (wachsenden) Selbstwertschätzung. - Ich finde das so genial!

Stell' dir vor, du lebst in einem Land, in dem du einfach dafür, dass du da bist Geld erhälst...
Das ist wie mit der Liebe der eigenen Seele. Sie ist für mich da. Und sie kann auf vielfältigste Weise zu mir kommen. Ich kann es erleben, wenn ich annehme.

... Und Annehmen heißt, den Atem fließen lassen.
Das ist auf körperlicher Ebene ein guter Indikator dafür, ob ich wirklich annehme oder ob es mir nur so vorkommt.
Ein typisches Beispiel dafür, dass es mir nur so vorkommt ist, dass ich mich zu sehr bemühe. Es kommt mir so vor, als würde ich annehmen, denn ich bemühe mich doch. Ich will es doch richtig machen. Es soll doch gelingen. Doch so ist mein Atem nicht im Fluss, sondern Ausdruck genau dieser Bemühung, das ist Stress.
Auch wenn die Schultern unter den Ohrläppchen kleben und der Atem unter den oberen Rippen verklemmt ist, ist das mit dem Annehmen noch nicht so der Fall.

Aber wenn ich meinen Atem in meiner Mitte fühle, dort, wo sich auf körperlicher Ebene mein Zwerchfell bewegt - eine lebendige Atemwelle in meinem Inneren -, dort, wo, nicht zufällig, die Nabelschnur angewachsen war, als wir im Mutterleib waren, dann bin ich auf dem Weg mir selbst zu begegnen, die Liebe meiner Seele anzunehmen.

Genährt sein - auf allen Ebenen - geht durch die Mitte.


Zusatz:
Der Clou dabei ist, ich muss es nicht machen, ich kann es annehmen.
Mein Körper weiß ganz genau wie ausgewogen atmen geht. Ich brauche ihm keine Technik beizubringen. Ich kann mir erlauben ihm/mir zu vertrauen. Er kommuniziert ganz selbstverständlich mit meiner Seele, wenn ich ihn lasse. Die beiden sind ein gutes Team, von dem ich mich tragen lassen kann.

Falls das im Alltag nicht gleich so leicht geht, ist das nur verständlich. Schließlich ist das eine ganz neue Art, mit sich selbst und dem eigenen Leben umzugehen.
Letztendlich ist es aber wunderbarer Weise unser Alltag, aus dem wir nicht weglaufen müssen, um uns dieses Geschenk zu machen. Wenn du möchtest, kann ich dich dabei mit meiner Arbeit unterstützen. Du musst dazu nicht anders sein, als du jetzt bist. Herzlich willkommen!

 

von Karoline
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Thursday, 29. october 2009 4 29 /10 /Okt. /2009 00:02

 

Wenn du dir erlaubst
du selbst zu sein,
dann lässt du einfach die Angst gehen,
mit dem, was du tust unbalanciert Aufmerksamkeit auf dich zu ziehen.
Es steht jedem frei,
auf dich zu reagieren.
Erlaube dir, du selbst zu sein,
ohne jegliche Erwartung was Reaktionen von außen angeht.
Erlaube dir für dich,
Freude mit dir selbst zu erleben
- und wenn jemand diese teilen will
( ! und du das willst), dann schön -,
aber erlaube es dir einfach für dich.
Alles Erschaffen ist ein Es-dir-selbst-Erlauben.


aufgeschrieben am 1.4.2007


von Karoline - veröffentlicht in: . . .
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