Saturday, 22. august 2009 6 22 /08 /Aug. /2009 22:00

 

Heute habe ich mit einer Freundin telefoniert, zu deren geschäftlicher Büroarbeit eine „Wiedervorlagemappe“ gehört. Aufgaben, die auf ihren Schreibtisch flattern, Anstehendes, was hereinkommt, wird – um im Schwall der Anforderungen nicht unterzugehen – erstmal unter einem Datum dort abgelegt. Und da staut es sich dann, bis der Fertigstellungstermin der jeweils betreffenden Angelegenheit so nahe rückt, dass sie erledigt werden muss.

Lineares Abarbeiten, „Nein, das hat noch Zeit, das muss ich noch nicht machen.“, ... die Energie staut sich in der Mappe. – Kein angenehmes Gefühl. Und das muss ich mir dann immer wieder vorlegen .... Wiedervorlagemappe.

Ich weiß, so ist das nicht gemeint, aber das war meine sofortige Wahrnehmung, als ich das hörte. Wiedervorlagemappe, Stauplatz für anstehende Arbeiten.

Was wäre, wenn es eine Entstehungsmappe wäre? Wenn ich die Energie in dieser Mappe fließen lasse? Wie einen Ort, an dem Projekte reifen dürfen. Ich atme mit mir, ich erlaube mir, dass meine Arbeit fließt ... eine Entstehungsmappe, in der Projekte reifen.

Und wenn ich mir eine Aufgabe vornehme, kann ich davon profitieren, was non-materiell schon entstanden, vorgereift, ist und brauche es nur noch in die Materie zu bringen, indem ich es zum Beispiel aufschreibe. – Welch eine erleichternde Unterstützung!

Es kann allerdings sein, dass bei dieser vergleichsweise kreativen Herangehensweise, das lineare Vorgehen leidet, wenn ich beginne einem natürlicheren Fluss zu folgen. – Aber vielleicht ist das gar nicht so schlimm.


von Karoline
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