... immer mehr Ich ~ * ~
10.1.2011
Wer glücklich sein will muss sich oft verändern.
(steht heute auf dem Fähnchen meines Yogiteebeutels)
Ja, Veränderung ist in meinem Leben ein großes Thema.
Es kommen so viele unterschiedliche Gefühle hoch.
Ich habe ja schon öfter das Bild von den "eigenen Anteilen/Gefühlen, die man unter den Teppich gekehrt hat" benutzt; Verdrängung von Gefühlen/Erlebnissen, weil das zu dem jeweiligen Zeitpunkt einfach die beste Möglichkeit war (man hätte sonst nicht damit umgehen können).
Heutzutage - das ist, was ich in der Welt, allgemein und bei Menschen, die ich näher kenne, sehe - ist es so, dass Verdrängung (etwas vor sich selbst oder anderen zu verstecken) zunehmend nicht mehr so gut funktioniert.
Dinge wollen geklärt werden,
Anspannung will sich lösen.
Wo früher unter den Teppich kehren einfach war, ist es heute eine ziemliche Anspannung (und keine angenehme Lösung mehr). ... Und da ist es gut, wenn man kennt, wie man damit umgehen kann.
Es ist wichtig, Energie fließen zu lassen, Stagniertes in Bewegung kommen zu lassen. Dann lässt der Druck nach.
Ich habe mal jemanden sagen hören, sie fühle sich, wie das, was in einer Popcornmaschine vor sich geht. Ich kenne das auch. Gefühle, innere Reaktionen poppen auf, in schneller Folge oder auch gleichzeitig. ... Das kann viel auf einmal sein.
Ich lese etwas. *popp* ... Ich höre etwas. *popp* ... Ich tue etwas. *popp* ... Ich tue etwas nicht. *popp* ... Ich habe eine Idee, die mir gefällt *popp-Freude:-)* und *popp-Gefühle, die sich gar nicht so sicher sind* ... Ich habe eine Erinnerung *popp*, eine Reaktion darauf *popp* ... *popp* ... *popp* ... *popp* ...
Ich persönlich fühle das oft auch richtig körperlich oder einfach so, als wäre ich im Kino und würde den Film fühlen. Es gibt kein oder nicht immer Bild und Ton, aber ich fühle Geschehnisse, und ich fühle die Qualität.
Für mich ist es dann wichtig, um mich wohl zu fühlen, inmitten des Sturms die Mitte zu sein oder (wieder) zu werden. Der Ort, an dem es ruhig ist und Ruhe einkehren kann.
...wie wenn Staub sich senkt.
Die Luft wird wieder klar.
Und was auf dem Boden liegt wird nach und nach zu fruchtbarer Erde.
Manchmal geschieht das, indem ich etwas tue, weil die Energie mit Handlung freier fließt ... und in ruhigeres Fahrwasser gelangt.
Manchmal brauche ich, dass ich körperlich ganz ruhig bin. Dann kann ich erleben, wie ich (wieder) in meine Mitte komme - denn das ist die Richtung, die ich angebe - , und das ganze Aufgewirbelte senkt sich.
Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich hier wiederhole:
In dem Moment, wo ich wieder zu Atem komme, ... mich wieder zu Atem kommen lasse, ... geschieht die Lösung. ... Es wird wieder wohliger und angenehm.